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Busse statt Citybahn Bürgerinitiative

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Wofür steht “Busse statt City-Bahn!”?

Die Bürgerinitiative „Busse statt City-Bahn!“ setzt sich für Bürgerrechte und ein angenehmes Stadtbild Wiesbadens ein sowie gegen politische Willkür und Lobbyismus. Außerdem ist es ein Auflehnen gegen einen Verkehrskollaps, Rodung, Steuerverschwendung und Parkplatzschwund.

Was ist geschehen?

Mithilfe des Bürgerbegehrens unter dem Namen „Ein Herz für Wiesbaden- NEIN zur City-Bahn!“ Konnte die Bürgerinitiative 2019 innerhalb von 2 Monaten mehr als 11000 Nein-Stimmen sammeln. Diese wurde daraufhin an die Stadt Wiesbaden übergeben.

Auch wenn „Busse statt City-Bahn!“ in den Medien kaum Gehör gefunden hat und eher ignoriert wurde, steht fest, dass 10 146 gültige Stimmen für das Bürgerbegehren generiert wurden.

Die Bürgerinitiative „BI-BSCB!“ hat Herrn Kowohl am 08.07.2019 einen alternativen Vorschlag zu der City-Bahn unterbreitet.

Die Idee besteht darin die Straßen umfassend zu sanieren, sowie die Busse vollständig mit Wasserstoff-Generatoren nachzurüsten in Kombination mit den Kraftstoffadditiven. Des Weiteren sollen die Fahrpläne effizienter gestaltet werden und ein innovatives Gesamtkonzept für das Wiesbadener Verkehrssystem ausgearbeitet werden.

Die Verantwortung dafür soll das Verkehrsdezernat übernehmen, was durch Steuergelder finanziert wird.

Die Vorteile dieses Vorschlags sind die Kosteneinsparungen und die Schonung der Umwelt, da keine Bäume gefällt und Straßen nicht für den Schienenbau aufgerissen werden müssen.

Die Ansicht der „BI-BSCB!“ ist es, dass nicht das Verhalten der Bürger:innen oder deren Autos für die Luftverschmutzung verantwortlich sind, sondern die Politiker:innen.

Diese hätten nämlich die Möglichkeit dem Wachstum der Auto- und Ölindustrie entgegenzuwirken und stattdesse  Innovationen für Fahrzeuge zu schaffen, die effektiv, kostengünstig und dazu noch kraftstoffsparender sind, wobei ein geringerer Kraftstoffverbrauch zudem noch weniger MwSt.-Umsatz bedeutet.

Die Wiesbadener Verkehsdezernent:innen haben es bisher nicht geschafft ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Gesamtkonzept zu erstellen, weshalb die aktuellen Verkehrsprobleme vorprogrammiert waren.

Das Problem beim Einsatz von umweltfreundlichen Alternativen, wie einem Wasserstoff-Generator der Firma HHO Gas mit ihrem Sitz in Österreich, werden vom Bund nicht finanziell mit Hilfe von Zuschüssen unterstützt. Dabei wäre eine solche Umrüstung schon mit wenigen Mittel möglich und würde für eine Verbesserung der Motorleistung um ca. 30% sorgen, wodurch die Abgase ebenfalls um 87% verringert werden. Eine Kombination des HHO-Generator mit Kraftstoffadditiven könnte dann zu noch besseren Ergebnissen führen.

Der Vorschlag der Bürgerinitiative „BI-BSCB!“ wurde allerdings mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen abgelehnt.

 

Gründe gegen den Bau der Citybahn:

  • Das Bussystem in Wiesbaden ist ausreichend gut vernetzt und braucht lediglich eine Modernisierung und Ausrichtung auf die Anforderungen innerhalb der Stoßzeiten. Die Lösung besteht in der Umrüstung auf neue Technologien, wie Erdgas, Brennstoffzelle, Wasserstoff-Generator sowie Kraftstoffadditive.
  • Für einen gleichzeitigen Verkehr der City-Bahn sowie Autos und Busse ist die Breite der Wiesbadener Straßen nicht geeignet. Eine 4-spurige Straße würde auf 2 Fahrspuren reduziert werde , was auf stark frequentierten Straßen einen Dauerstau verursachen würde und eine Erhöhung des CO2 Ausstoßes zur Folge hätte.
  • Die Hauptverkehrsprobleme sind nicht abhängig von der geplanten City-Bahn-Trasse, sodass die heutigen Verkehrsproblem dadurch nicht behoben werden könnten.
  • Die Oberleitung der City-Bahn hätte das Roden zahlreicher Bäume zur Folge, so unter anderem in der Biebricher Allee, der Rheinstraße und der Trasse Klarenthal-Bad Schwalbach. Hinzukommend würden die Wurzeln der restlichen Bäume entlang der Trasse durch das 1,2 Meter tiefe Fundament  beschädigt werden, was bis zu einem Totalverlust der Bäume führen könnte.
  • Entlang der Trasse würden für Anwohnende, Besuchende und den Einzelhandel mehrere tausend Parkplätze entfallen ohne jegliche Ersatzmöglichkeiten.
  • Eine Entlastung des Individualverkehrs durch die City-Bahn ist nicht nachgewiesen, weshalb der hohe finanzielle Aufwand von 320 Mio € nicht zu verantworten ist. Stattdessen wäre die City-bahn eine inflexiblere Alternative zum vorhandenen Bussystem.
  • Der Bau einer City-Bahn wäre eine erhebliche Steuerverschwendung, da gerade bei der Sanierung von Schulen und Sporthallen ein dringenderes Bedürfnis bestünde.

 

Was wären die Folgen des City-Bahn Projekts?

infrastrukturelle Folgen:

  • Zunächst bedeutet das City-Bahn System eine schlechtere Erreichbarkeit der Haltstellen, da dies in Abständen von je 600 Meter gebaut werden, wobei die derzeitige Entfernung von Bushaltestellen nur 300 Meter beträgt.
  • Es ist nicht garantiert, dass Autofahrer:innen, die für den Weg zur Arbeitsstelle auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, auf die City-Bahn umsteigen, denn nicht jeder Arbeitsort befindet sich in der Nähe zur Trasse.
  • Die Straßenbahnen würden den Verkehrsfluss behindern und ein Verkehrschaos verursachen.
  • Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei hätten durch die Einschränkungen des Verkehrs und der Fahrspurreduzierung massive Probleme.
  • Neue Leitungen und Kanäle müssten unterirdisch verlegt werden, was jedoch erhebliche Baumaßnahmen zur Folge hat und mit Straßensperrungen sowie wiederum Verkehrschaos einhergeht.
  • Für die Überquerung der Gleise wird es nur ausgewählte Stellen geben.

 

umweltschädliche Folgen:

  • Die Umweltfreundlichkeit der City-Bahn ist nicht erwiesen. Durch die eingeschränkten Fahrbahnen, welche durch die Citybahn-Trasse entstehen, würde eine größere Überlastung des Straßenverkehrs entstehen, was Stau und eine höhere CO2 Belastung zur Folge hätte.
  • Etliche Bäume müssen gefällt werden.
  • Das Biotop, welches sich auf der Trasse der Aartalbahn seit der Stillegung entwickelt hat, wird gestört. Darunter fallen Tiere und diverse Vogelarten, die unter Artenschutz stehen.

 

zivile und kulturelle Folgen:

  • Durch die Bauarbeiten werden Bürger:innen ungeschützt Lärm ausgesetzt.
  • Eine ständige Erschütterung der Grundmauer von Gebäuden entlang der City-Bahn verursacht Beschädigungen, wodurch der Immobilienwert sinkt.
  • Das historische Wiesbadener Stadtzentrum soll als Kurort fungieren und nicht einer Stadtmetropole gleichen. Die City-bahn würde die angenehmen historische Atmosphäre stören.

 

finanzielle Folgen:

  • Die hügelige Landschaft, in der Wiesbaden gelegen ist, eignet sich nur bedingt für Schienenverkehr, weshalb hohe Instandhaltungskosten die Folge wären.
  • Der Bau der City-bahn bedeutet für Wiesbadener Bürger:innen eine steigende Abgabelast.
  • Außerdem müsste mit hohen Zinsen für Zwischenfinanzierung der Zuschüsse von Land und Bund gerechnet werden.
  • Die Preise für den öffentlichen Nahverkehr werden steigen, wodurch private Fahrzeugführung erstrebenswerter wird.

 

Kurz gesagt:

Der Bauplan der City-Bahn geht mit enormen Problemen, Unklarheiten und Risiken einher!

Im Hinblick auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft für die Bevölkerung und Stadt Wiesbadens, sollen alternative Technologien in Betracht gezogen werden, anstatt das Stadtbild durch Straßenbahnen zu zerstören.